TECHNISCHE DATEN

Farbe:  grau
Fugenbreite:  3,0 – 20,0 mm
Druckfestigkeit: ca. 55 N / mm²
Verarbeitungstemperatur:  +5°C – +25°C
Begehbar nach: | Belastbar nach:  6 Stunden | 48 Stunden
Lagerung:  12 Monate, trocken
Klasse: CG2

1a Hochleistungsfuge

EIGENSCHAFTEN:

  • hochfester, zementärer Fugenmörtel
  • erfüllt die Anforderungen gemäß EN 13888, CG2
  • erhöhte Abriebfestigkeit
  • wasserabweisend
  • frost- / tauwechselbeständig
  • beständig gegenüber Hochdruckreinigung
  • frei von gesundheitsschädlichem silikogenem Quarz-Feinstaub
  • für innen, außen und unter Wasser
  • Kunststoffvergütet
  • für Fugen von 3 – 20 mm Breite
  • diffusionsoffen
  • gute Einfug- und Wascheigenschaften
  • geeignet für Fußbodenheizungen

EINSATZGEBIETE:
1a Hochleistungsfuge
eignet sich zum Verfugen von Feinsteinzeug, Steinzeugfliesen, Ziegelfliesen, Riemchen, Verblend- und Bodenklinker etc.. Die Festigkeit der zu verfugenden Fliesen und Platten muss größer als die von 1a Hochleistungsfuge sein. 1a Hochleistungsfuge ist aufgrund ihrer hohen mechanischen Belastbarkeit und Abriebfestigkeit besonders geeignet zum Verfugen von Fliesenbelägen in Schwimmbädern, Waschanlagen, Großküchen, Verkaufsräumen, Werkstätten, Gewerbe-, und Industrieanlagen. Weiterhin ist 1a Hochleistungsfuge auf Heiz- und Fließestrichen in Bädern, Duschen und Wohnräumen, auf Terrassen, Balkonen und Loggien sowie an Fassaden einsetzbar. 1a Hochleistungsfuge kann in Bereichen verwendet werden, in denen höhere mechanische Belastungen wie z. B. durch Reinigungsgeräte, Hochdruckdampfreiniger oder Scheuersaugmaschinen auftreten. Weiterhin ist durch das dichte Mörtelgefüge eine erhöhte Beständigkeit gegenüber Reinigungschemikalien gegeben. Neutrale und alkalische Reiniger können uneingeschränkt eingesetzt werden. Gegenüber sauren Reinigern ist im Vergleich zu herkömmlichen, zementären Fugenmörteln eine erhöhte Beständigkeit gegeben. 1a Hochleistungsfuge ist auch geeignet zum Verfugen von Natursteinen, wenn die produktspezifischen Eigenschaften des Natursteinmaterials dies zulassen und Verfärbungen / Randeinschläge z. B. durch gesteinseigene Bestandteile, ausgeschlossen werden können. Zur Verfugung von Fliesen im Wandbereich von Wohnräumen empfehlen wir 1a Perlfuge.

UNTERGRUND:
Nach Anziehen des Verlegemörtels die Fugen ausreichend tief auskratzen. Den Fliesenbelag anschließend feucht reinigen. Der Verlegemörtel muss vor der Verfugung völlig abgebunden sein, da sonst Verfärbungen im Fugenbild auftreten können. Stark saugende Beläge mit Wasser gleichmäßig vornässen. Die Fugenflanken müssen sauber und frei von trennenden Substanzen sein. Der Zeitpunkt der Verfugung von im Dünnbett verlegten Fliesen richtet sich nach dem eingesetzten Dünnbettmörtel und beträgt ca. 3 bis 72 Std.. Bei der Dickbettverlegung muss das Mörtelbett ausreichend fest und gleichmäßig trocken sein. Nicht auf Flächen mit unterschiedlichen Oberflächentemperaturen (z. B. durch Sonneneinstrahlung) verfugen.

ZUR BEACHTUNG:
Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DINVorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherung sein, da wir keinen Einfluss auf die Baustellenbedingungen, auf die Ausführung der Arbeiten und die Verarbeitung haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren vorhergegangene für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.

LIEFERFORM:

grau 03-11-250-GR 25 kg Sack 42 Sack/Pal.

VERARBEITUNG:
Die Konsistenz des Fugenmörtels ist in Abhängigkeit von der Saugfähigkeit des Verlegegutes und des Untergrundes einzustellen.

  1. 1a Hochleistungsfuge mit sauberem Wasser in einem sauberen Mischeimer anmischen. 3,90 – 4,40 l Wasser je nach gewünschter Konsistenz vorlegen, 25 kg
  2. 1a Hochleistungsfuge zugeben, und mit einem Rührquirl (ca. 400 min) zu einer geschmeidigen Masse anmischen. Um alle Bestandteile aufzuschließen ist 1a Hochleistungsfuge sorgfaltig ca. 3 Minuten zu mischen. Nach einer Reifezeit von 3 Minuten wird der Fugenmörtel erneut aufgerührt. Nicht mehr Material anmischen als in 80 Minuten) verarbeitet werden kann. Um Farbabweichungen zu vermeiden, sind die Mischungsverhältnisse gleich zu halten.
  3. 1a Hochleistungsfuge wird im Wand- und Bodenbereich mit einem Fugbrett unter leichtem Druck eingearbeitet und diagonal zur Fuge sauber abgezogen, so dass der Fugenquerschnitt vollständig gefüllt ist.
  4. Nach dem Anziehen des Fugenmörtels (Kontrolle über Fingerprobe, ca. 15 – 40) Minuten) mit einem angefeuchteten Schwammbrett die Konturen der Fuge frei waschen. Nach weiteren 15 – 40 Minuten mit dem Schwammbrett sauber nachwaschen.
  5. Bewegungsfugen für die elastische Verfugung frei halten. Mörtelreste nach dem Anziehen auskratzen und mit einem ausgedrückten feuchten Schwamm nachwaschen.

Evtl. entstandenen Mörtelschleier mit dem Schwammbrett und sauberem Wasser nach einigen Stunden nachwaschen. Bei der Reinigung keine trockenen Lappen verwenden, da Verfärbungsgefahr durch Einreiben von eingetrocknetem Fugenmörtel in die noch feuchte Fuge besteht! Die frische Verfugung ist vor erhärtungsschädigenden Einflüssen wie hohen Temperaturen, Wind, Regen oder Frost zu schützen. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen (niedrige Luftfeuchtigkeit, Zug, Wind) und stark saugenden, keramischen Scherben wird das optimale Erhärten des Fugenmörtels durch Nachbehandlung des Fugenquerschnitts mit sauberem Wasser unterstützt (Nachfeuchten mit dem Schwammbrett). Das Abwaschwasser häufiger durch Frischwasser ersetzen. Bei keramischen Belagsstoffen mit profilierter, rauer, unglasierter oder poriger Oberfläche, oberflächenrauem Naturstein, sowie bei poliertem Feinsteinzeug, das in der Oberfläche Mikroporen in unterschiedlicher Größenordnung aufweist, empfiehlt sich die Durchführung einer Probeverfugung (Oberfläche evtl. leicht vornässen oder ggf. vor der Verfugung imprägnieren) zur Überprüfung der rückstandslosen Abwaschbarkeit von Zement- oder Pigmentresten. Der Zeitpunkt des Abwaschens ist abhängig vom Belagsmaterial und dem herrschenden Klima. Nach ausreichender Standzeit ist die Oberfläche leicht zu glätten, ohne die Fuge auszuwaschen.

WICHTIGE HINWEISE:

  • Bereits angesteifte 1a Hochleistungsfuge nicht durch Wasserzugabe oder Frischmörtel wieder verarbeitungsfähig machen. Es besteht erhöhte Verfärbungsgefahr und die Gefahr einer verringerten Festigkeitsentwicklung!
  • Bei Verwendung von säurehaltigen Reinigungsmitteln sind die einschlägigen Vorschriften zu beachten. Die Fugen vornässen, anschließend das Reinigungsmittel – in der vorgeschriebenen Anwendungskonzentration – auftragen. Die Einwirkzeit des Reinigers ist auf ein Minimum zu beschränken; danach ist mit viel sauberem Wasser abzuwaschen.
  • Bei chemisch höherer Beanspruchung, insbesondere häufige oder dauerhafte Einwirkung von säurehaltigen Stoffen, ist als Verfugungsmaterial die hoch belastbare 2-komponentige Epoxidharzfuge 1a Epoxy Fuge einzusetzen!
  • 1a Hochleistungsfuge nicht pudern und mit trockenem Material abschieben! Durch den unzureichenden Aufschluss der Inhaltsstoffe besteht eine erhöhte Verfärbungsgefahr!
  • Zur optimalen Hydration des Zementes ist für ein ausreichendes Feuchtigkeitsangebot zu sorgen. Dies gilt besonders für nicht saugende Fliesen, da hier kein Depoteffekt zu erwarten ist!
  • Ungleichmäßige Feuchtigkeitseinwirkung, bedingt durch die Unterkonstruktion, Mörtelbett, Temperaturunterschiede oder Belagsmaterial, können zu Farbunterschieden im Fugenbild führen.

Bitte gültiges EG-Sicherheitsdatenblatt beachten.