TECHNISCHE DATEN

Basis: Spezialzement, Additive
Farbe: Grau
Frischmörtelrohdichte: ca. 2,2 kg/dm²
Verarbeitungstemperatur: +5 °C bis +25 °C
Verarbeitbar: ca. 60 Minuten
Begehbar/ Voll belastbar: nach 6 Stunden / nach 7 Tagen

1a Estrichbindemittel SH 1

EIGENSCHAFTEN:

  • wasserabweisend
  • faserarmiert
  • schnell erhärtend
  • lange Verarbeitungszeit
  • nach ca. 6 Std. begehbar
  • schwindkompensiert
  • früh mit Fliesen und Platten belegbar
  • für den Innen- und Außenbereich
  • nach 3 Tagen gemäß den a.R.d.T. aufheizbar

EINSATZGEBIETE:
1a Estrichbindemittel SH1 ist ein faserarmierter Spezialzement zur Herstellung von wasserabweisenden, schwindarmen Zementestrichen und Mörteln mit früher Belegreife und hoher Festigkeit als Verbundschnellestrich, schwimmender Schnellestrich auf Dämmung oder Trennlage und Heizestrich, welcher als Nutzschicht oder Untergrund für Fliesen, Platten und Natursteine geeignet ist. Mit 1a Estrichbindemittel SH1 hergestellte Estriche und Mörtel bieten aufgrund ihrer wasserabweisenden Eigenschaften einen erhöhten Schutz vor Frostschäden und Ausblühungen. Als wasserabweisendes, schnellerhärtendes Mörtelbett beim Verlegen von Natursteinen, Fliesen und Platten im Außen- und Nassbereich wie Balkone, Terrassen, Loggien, Treppen, Schwimmbäder, Feuchträume, Waschhallen und Wasserbehältern.
Für die Ausführung gelten die allgemeinen Richtlinien für Zementestriche nach DIN 18560 und DIN 18353. Der Untergrund muss der Tragfähigkeit für Lastaufnahmen gemäß DIN 1055 entsprechen.
Weiterhin können mit dem 1a Estrichbindemittel SH1 Drainagemörtel hergestellt werden, die durch ihr haufwerkporiges, hohlraumreiches Gefüge anfallendes Wasser ableiten können. Gleichzeitig nimmt der 1a Estrichbindemittel SH1 Drainagemörtel bedingt durch seine wasserabweisende Einstellung selbst keine Feuchtigkeit auf und unterbindet somit die Kapillarität.
In feuchtigkeitsbelasteten Bereichen der Beanspruchungsklasse A0, B0, A, B und C gemäß ZDB-Merkblatt, ist ein mit 1a Estrichbindemittel SH1 hergestellter Estrich mit einer geeigneten Verbundabdichtung abzudichten.

VERARBEITUNG:
Zum Anmischen gebräuchliche Estrichmischer, z. B. Estrich-Boy der Fa. Brinkmann, PFT, Putzmeister Mixocret o. ä., verwenden. Die Feuchtigkeit des Zuschlags beachten und Überschusswasser vermeiden! Die Verarbeitungszeit beträgt bei + 20° C etwa 60 Minuten. Mischen, Einbringen und Verarbeiten müssen zügig aufeinander folgen. Die Flächen dürfen nur so groß bemessen sein, dass sie innerhalb dieser Verarbeitungszeit fertiggestellt werden können. Höhere Temperaturen verkürzen, tiefere verlängern die Verarbeitungs- und Erhärtungszeit. Bei Verbundestrichen zuvor auf den vorbereiteten z. B. gestrahlten Betonuntergrund eine Haftschlämme, bestehend aus 1a Dichtung und Vergütung 1:4 mit Wasser verdünnt und Estrichmörtel aus 1 RT 1a Estrichbindemittel SH1 und 2 RT Zuschlag der Körnung 0 – 4mm ø herstellen und einbürsten. Den Estrich in die frische Schlämme verlegen. Für die Ausführung gelten die allgemeinen Richtlinien für Zementestriche nach DIN 18560 und DIN 18353.

Mischempfehlung für Misch- und Fördermaschinen:
In herkömmlichen Misch- und Fördermaschinen mit einem 220 l Mischkessel, z.B. Putzmeister Mixocret, werden insgesamt 200 kg Zuschlag mit 50 kg 1a Estrichbindemittel SH1 gemischt. Das entspricht einem Füllgrad des Mischkessels von ca. 80% – wie es von den Maschinenherstellern im Allgemeinen empfohlen wird.
Dabei sollte folgendermaßen vorgegangen werden:
Zunächst die Mischtrommel halb mit Zuschlag der Körnung 0/8 füllen (ca. 15 Schaufeln á 7 kg), ca. 5-6l Wasser und 50 kg 1a Estrichbindemittel SH1 zugeben und bei plastischer Konsistenz ca. 2 Minuten mischen. Danach die Mischtrommel mit dem restlichem Zuschlag auffüllen (je nach Mischungsverhältnis weitere 15 Schaufel á 7 kg) und das restliche Wasser zugeben. Je nach Feuchtigkeit des Zuschlags werden pro Mischung insgesamt ca. 10-20 l Wasser benötigt. Der letzte Wert bezieht sich auf trockenen Zuschlag. Im Allgemeinen hat mäßig feuchter Zuschlag der Körnung 0-8 eine Feuchte von ca. 4%, daher sind bei 200 kg
Zuschlag bereits 8 l Wasser enthalten. Die Gesamtmischzeit von 4 Minuten unbedingt einhalten, da erst dann alle Bestandteile aufgeschlossen sind und sich die endgültige Konsistenz einstellt.

Mischempfehlung für Freifallmischer:
Empfohlenes Mischungsverhältnis: 1:3 nach Raumteilen (entspricht ca. 1:4,5 Gewichtsteilen); ca. 3 l Wasser vorlegen, ca. 60 kg des Zuschlages (0 – 8 mm ø, ca. 8 Schaufeln) mit 25 kg 1a Estrichbindemittel SH1 5 min vormischen. Anschließend die restlichen Zuschlag von ca. 40 kg (0 – 8 mm ø, ca. 6 Schaufeln) zugeben und 1-2 Minuten mischen. Konsistenz durch Wasserzugabe erdfeucht bis steifplastisch einstellen. Wir empfehlen die Verwendung von Zwangsmischern!
Der frische Estrich ist vor zu schnellem Austrocknen, z. B. durch Wärme oder Zugluft, zu schützen. Die Verlegereife für Fliesen wird bei einem Mischungsverhältnis von 1: 4 Gew.-Teilen und der Verwendung von trockenem Zuschlag nach DIN 4226 und einer Sieblinie zwischen A8 – B8 nahe B8 mit stetiger Kornzusammensetzung, bei einer Wasserzugabe von 17 Litern auf 50 kg 1a Estrichbindemittel SH1, einer Umgebungs- und Untergrundtemperatur von + 23° C, einer rel. Luftfeuchte von 50 % und einer Schichtdicke von 5 cm nach drei Tagen erreicht.
Zur Überprüfung ist eine Feuchtigkeitsmessung mit dem CM-Gerät durchzuführen. Bei Estrichen die einer bestimmten Estrichgüte gemäß DIN EN 13813 entsprechen sollen, ist eine Eignungsprüfung in Verbindung mit dem verwendeten Zuschlag erforderlich. Diese ist vor Beginn der Arbeiten durchzuführen.
Misch- und Verarbeitungsempfehlung für wasserdurchlässige Drainagemörtel (auch als Einkornmörtel, Monokornmörtel oder Dränmörtel bezeichnet):
1a Estrichbindemittel SH1 im Mischungsverhältnis: 1:3 nach Raumteilen (entspricht ca. 1:4 Gewichtsteilen) mit Zuschlag ohne Feinkornanteile in einem geeigneten Estrichmischer anmischen. Als Zuschlag werden in diesem Zusammenhang z. B. Edelsplittkörnungen der Korngröße 2/5 mm, 5/8 mm, 8/12 mm, oder Perlkies der Korngröße 4/8 mm verwendet. Die Auswahl des Zuschlags ist je nach gewünschter Mörtelbettdicke und Verfügbarkeit zu treffen. Die Wasserzugabe ist je nach Feuchtigkeit des Zuschlags zu variieren. Bei Verwendung von trockenem Zuschlag werden ca. 30 bis 36 Gewichts-% Wasser, bezogen auf die 1a Estrichbindemittel SH1 Zugabe d. h. 7,5 bis 9 l Wasser pro 25 kg 1a Estrichbindemittel SH1, benötigt. Dem Frischmörtel nur so viel Wasser zugeben bis eine erdfeuchte Konsistenz erreicht wird! Die Mindestdicke des Mörtelbettes muss je nach verwendetem Zuschlag, ebenso wie der Gesamtkonstruktion, auf die zu erwartenden Nutzlasten abgestimmt sein. Für eine ausreichende Entwässerung des Unterbaus ist Sorge zu tragen.

Dabei sollte folgendermaßen vorgegangen werden:
1a Estrichbindemittel SH1 und den Zuschlag im Mischungsverhältnis: 1:1 nach Raumteilen in einen geeigneten Estrichmischer geben. Anschließend Wasser zugeben und je nach Estrichmischer 4 bis 5 Minuten mischen, so dass nach dieser Mischzeit ein zähfließender
Mörtel entsteht. Nun die restlichen zwei Raumteile Zuschlag zufügen, kurz mischen bis ein homogener Drainagemörtel
erdfeuchter Konsistenz entsteht. Die Konsistenz ist dann richtig wenn der, in der Hand zusammengeballte, frische, leicht glänzende Mörtel beim Öffnen der Hand wieder auseinanderfällt. Ein zu feucht angemischter Drainagemörtel verliert seine Drainfähigkeit, da die Hohlräume zwischen den Körnern sich mit Bindemittelleim zusetzen! Natur-, Betonwerksteinplatten oder keramische Platten in dem so hergestelltem Drainagemörtel fachgerecht verlegen. Dies ist in verschiedenen Varianten möglich:
a) Drainageestrich auf Trennlage auf tragender Betonplatte, z. B. AquaDrain EK, GUTJAHR GmbH:
Auf den mit 1a Dicht und Flexibel 2K abgedichteten, tragenden Untergrund eine Drainagematte z. B. AquaDrain EK verlegen. Anschließend den Drainagemörtel in erdfeuchter Konsistenz einbringen, leicht verdichten, Randprofile einsetzen und auf das vorgesehene Höhenniveau abziehen. In das frisch aufgezogene Mörtelbett werden die rückseitig mit einer Haftschlämme aus 1a Estrichbindemittel SH1 eingestrichenen Platten eingelegt und eingeklopft. Das Verfugen wird nach frühestens 3 Tagen, je nach Belag, mit z. B. 1a Fuge flexibel ausgeführt. Mindestschichtdicke 5 cm. Auf eine ausreichende Entwässerung der Drainageschicht ist zu achten! D. h. ein ausreichendes Gefälle mind. 1 bis 2 % im Verlegeuntergrund und auf der Belagsoberfläche ist vorzusehen.
b) Verbund oder Trennlage wie unter a) beschrieben auf dem vorgezogen erhärteten Drainageestrich:
Den auf das vorgesehene Höhenniveau abgezogenen, leicht abgeriebenen, geglätteten und erhärteten Drainageestrich wird der Naturwerkstein oder keramische Belag im Dünn- oder Mittelbett verlegt. Das Verlegen erfolgt mit
1a T flex AIR C2 S1 oder 1a Kristallweiß schnell, wir empfehlen jeweils mit 2 kg 1a Dichtung und Vergütung pro 25 kg -bzw. 15 kg bei bei Verwendung von 1a T flex AIR C2 S1 – zu vergüten. Das Verfugen wird nach dem Erhärten des eingesetzten Dünn /-Mittelbettmörtels, mit z. B. 1a Fuge flexibel ausgeführt.

Mehr Informationen über 1a Estrichbindemittel SH1 finden Sie im PDF Download

LIEFERFORM:

25 kg Sack 01-09-250-GR 42 Sack/Pal.