TECHNISCHE DATEN

Farbe: grau | blau
Basis: 2-komponentiges Polyurethanharz
Mischungsverhältnis: 100:19 Gew. Anteile
Dichte: ca. 1,29 kg / cm³
Überarbeitbar nach: 16 bis 24 Stunden bei 23 °C

1a Säurefeste Abdichtung 2K

ANWENDUNGSBEREICH:
1a Säurefeste Abdichtung 2K
wird als Systemkomponente gemäß den Prüfgrundsätzen für flüssig zu verarbeitende Abdichtungsstoffe im Verbund mit Fliesen-Plattenbelägen für die folgenden Anwendungsbereiche/ Feuchtigkeitsbeanspruchungsklassen eingesetzt:

  • A1 / A2: durch Brauch- und Reinigungswasser stark beanspruchte Wand- (A1) und Bodenflächen (A2) in Nassräumen wie Schwimmbadumgängen und öffentlichen Duschen
  • B: Wand- und Bodenflächen in Schwimmbecken in Innenräumen und im Außenbereich
  • C: Wand- und Bodenflächen in gewerblichen Räumen, auch bei chemischer Beanspruchung. Ausgenommen sind Räume, die in Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen im Sinne von § 19 Abs. (1) WHG zuzuordnen sind.

EIGENSCHAFTEN:
1a Säurefeste Abdichtung 2K
ist ein lösemittelfreies, pigmentiertes, zweikomponentiges Polyurethanharz. Sie ist elastisch und weist gute rissüberbrückende Eigenschaften, sowie eine hohe Chemikalienbeständigkeit auf.

UNTERGRÜNDE: Die zu bearbeitenden Flächen müssen trocken, fest, tragfähig und griffig, sowie frei von trennenden und haftungsmindernden Substanzen, wie z. B. Staub, Schlempe, Fett, Gummiabrieb, Anstrichreste u. ä. sein. Die Oberflächen müssen vor rückseitiger Feuchtigkeitseinwirkung geschützt sein. Die Beschaffenheit des jeweiligen Untergrundes kann es notwendig machen Verfahren wie: Fegen, Saugen, Bürsten, Schleifen, Fräsen, Sandstrahlen, Hochdruck-Wasserstrahlen, Kugelstrahlen, zu dessen Vorbereitung einzusetzen. Entsprechend des jeweiligen Untergrundes sind außerdem folgende Kriterien zu erfüllen:

Zementgebundene Flächen:

  • Güte des Betons: mind. C20/25 · Alter: mind. 3 Monate
  • Haftzugfestigkeit: ≥1,5 N/mm2
  • Restfeuchte: ≤4% (CM-Methode)
  • Güte des Estrichs: mind. CT- C25 – F4
  • Alter: mind. 28 Tage
  • Haftzugfestigkeit: ≥1,0 N/mm2
  • Restfeuchtigkeit bei Verbundestrich: ≤4% (CMMethode)
  • Restfeuchtigkeit bei Estrich auf Trennlage: ≤2% (CM-Methode) Hinweis: Bei Untergründen, die auf Trennlage eingebaut sind, ist die Restfeuchtigkeit am gesamten Querschnitt des Untergrundes zu bestimmen.
  • Güte des Putzes: P IIIa / P IIIb  Alter: mind. 28 Tage
  • Haftzugfestigkeit: ≥0,8N/mm2 (Werktrockenmörtel)
  • Restfeuchte: ≤4% (CM-Methode) Die Betongüte im Schwimmbeckenbau muss den Richtlinien (z. B. DIN 1045) entsprechen. Bei Schwimmbecken aus Beton ist bis zur Abdichtung eine Wartezeit von mind. 3 Monaten einzuhalten. Hinweis: Behälter, die nach der Abdichtung mit einem spröden Belag (z. B. Fliesen) ausgekleidet werden, müssen vor den Abdichtungs- und Belagsarbeiten den später zu erwartenden Belastungen ausgesetzt werden; eine Probefüllung mit Wasser ist durchzuführen. Begründung: Später auftretende Verformungen können somit nicht negativ auf den Fliesenbelag einwirken.

VERARBEITUNG:
Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) werden im abgestimmten Mischungsverhältnis geliefert. Die Materialtemperatur sollte beim Mischvorgang ca. +15 °C betragen. Die B-Komponente wird zu der A-Komponente hinzugegeben. Der Härter muss komplett aus seinem Behältnis hinauslaufen. Die beiden Komponenten müssen mit einem geeigneten Rührgerät bei ca. 300 U/Min. (z. B. Bohrmaschine mit Rührwerk) durchmischt werden. Dabei ist wichtig, auch von den Seiten und vom Boden her aufzurühren, damit sich der Härter gleichmäßig verteilt. Es wird solange gerührt, bis die Mischung homogen (schlierenfrei) ist; Mischzeit ca. 3 Minuten. Das vermischte Material nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten! Die fertige Mischung anschließend in ein sauberes Gefäß umtopfen und nochmals sorgfältig durchrühren. Die Arbeitsgeräte müssen sofort nach Gebrauch sorgfältig mit Reiniger gesäubert werden.

Bei nicht benannten Anwendungen und allen technischen Fragen wenden Sie sich bitte an unseren technischen Beratungsdienst.

ZUR BEACHTUNG:
Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DIN Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherungen sein, da wir keinen Einfluss auf die Ausführung der Arbeiten und die Bedingungen auf der Baustelle haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren alle vorhergegangenen für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.

GISCODE PU 40

LIEFERFORM:

 grau 10 kg Gebinde 06-07-100-GR 70 Gebinde/ Palette
blau  10 kg Gebinde 06-07-100-BL 70 Gebinde/ Palette

Bitte beachten sie, dass 1a Säurefeste Abdichtung 2K vor der Applikation auf senkrechten Flächen mit einem geeigneten Stellmittel versetzt werden muss! Bei diesbezüglichen Fragen kontaktieren sie bitte unseren technischen Beratungsdienst!

APPLIKATIONSVERFAHREN/VERBRAUCH:
Abdichtung/Grundierung:
1a Säurefeste Abdichtung 2K
in zwei Arbeitsgängen frisch porendicht auftragen! Verbrauch: ca. 300–500 g/m2 pro Arbeitsgang Abstreuen der noch frischen Grundierung mit Quarzsand, 0,2–0,7 mm Ø Verbrauch: ca. 800–1000 g/m2

Hinweis:
Die Abstreuung muss flächendeckend jedoch nicht in Überschuss durchgeführt werden, um eine Durchstreuung der Grundierung zu vermeiden.

Zusammensetzung/Herstellung einer Ausgleichsspachtelmasse:
1a Säurefeste Abdichtung 2K 1,0 Gew.-Teile Quarzsand (0,2mm–0,7mm Ø)1,0 Gew.-Teile Faserfüllstoff:

  • ca. 1,5%–2,0%(für Bodenflächen),
  • 2,0%–3,0% (für Wandflächen)

Hinweis: Zugabemengen sind temperaturabhängig

Abdichtung: nach einer Wartezeit von mind.16 Std. bzw. max. 24 Std. Die Abdichtung erfolgt im Wechselfarbton.

Anschluss im Wand-Bodenbereich:
Auf die abgestreute Grundierung in diesem Bereich Dichtband mit 1a Säurefeste Abdichtung 2K verlegen und eindichten. Überlappungen ebenfalls mit diesem Produkt verkleben. Die noch frische Eindichtmasse mit Quarzsand 0,2–0,7 mm Ø abstreuen.
Verbrauch: ca. 800–1000 g/m2 Nach einer Wartezeit von mind. 16 Std. bzw. max. 24 Std. das eingedichtete Dichtband im Zuge der vertikalen und horizontalen Flächenabdichtungen mit 1a Säurefeste Abdichtung 2K überarbeiten. Den Dehnfugenbereich frei lassen, z. B. durch Aufbringen eines Klebestreifens. Bauwerksfugen und Dehnfugen werden auf gleiche Art und Weise eingedichtet, wobei das Dichtband schlaufenartig in den Fugenquerschnitt eingelegt wird.

a. Grundschicht:
1a Säurefeste Abdichtung 2K,
wird in einem Arbeitsgang porenfrei im Spachtelverfahren aufgetragen.
Verbrauch: mind. 1200 g/m².
Nach dem Aufbringen der Grundschicht die noch frische Abdichtungsfläche zwecks Entlüftung (Porenfreiheit), mit einer Stachelwalze, nach ca.15 Min. Wartezeit, intensiv im Kreuzgang abrollen und anschliessend nachglätten.

b. Einstreuschicht:
(nach einer Wartezeit von mind. 16 Std. bzw. max. 24 Std.) 1a Säurefeste Abdichtung 2K, in einem Arbeitsgang im Roll- oder Spachtelverfahren auftragen. Verbrauch: ca. 600 g/m2

c. Einstreuung:
Die frische Einstreuschicht wird mit Quarzsand (Körnung: 0,2 – 0,7 mm ø) gleichmäßig deckend abgestreut. Verbrauch: ca. 1000g/m²
Hinweis:

Die Einstreuung darf nicht in Überschuss durchgeführt werden. Hinweis: Die Einstreuung sollte mit einer Luftstrahlpistole durchgeführt werden, um eine „Durchstreuung“ zu vermeiden. Nach Aushärtung ist der nicht gebundene Quarzsandanteil sorgfältig zu entfernen, bevor die Verklebung der keramischen Beläge durchgeführt wird.

LAGERUNG:
Frostfrei, trocken,6 Monate im original verschlossen Gebinde. Bei längerer Lagerung kann die Reaktionsfähigkeit nachlassen. Die Lagerung hat gemäß der Verordnung zur Lagerung wassergefährdender Stoffe zu erfolgen. PHYSIOLOGISCHES VERHALTEN/SCHUTZMAßNAHMEN:
1a Säurefeste Abdichtung 2K
ist nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. Der Härter (Komp. B) ist ätzend. Wir verweisen auf die aktuellen Hinweise/Broschüren: „Epoxidharze und Härter“, herausgegeben von PlasticsEurope www.plasticseurope.org Ergänzende Informationen: BGR 190 – Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten BGR 192 – Regeln für den Einsatz von Augen- und Gesichtsschutz BGI 868 – Chemikalienschutzhandschuhe Die Hinweise auf den Gebinden sind zu beachten.
WICHTIGE HINWEISE:

  • Die Haftung der einzelnen Schichten kann durch Einwirkung von Feuchtigkeit und Verunreinigung zwischen den einzelnen Arbeitsgängen stark gestört werden.
  • Die Temperatur des Untergrundes bzw. der einzelnen Systemschichten muss mindestens +3 °C über der herrschenden Taupunkttemperatur liegen.
  • Liegt zwischen den einzelnen Arbeitsgängen eine längere Wartezeit oder sollen mit Flüssigkunstharzen bereits behandelte Flächen nach einem längeren Zeitraum erneut beschichtet werden, so muss die alte Oberfläche gereinigt und/oder gründlich angeschliffen werden. Danach eine vollständige, porenfreie Neubeschichtung durchführen. Es genügt nicht, nur einmal zu überstreichen.
  • Oberflächen-Schutzsysteme müssen nach ihrer Applikation vor Feuchtigkeit geschützt werden. Feuchtigkeit kann zu Störungen bei der Aushärtung führen.
  • Verfärbte und/oder klebrige Oberflächen durch Schleifen oder Strahlen abtragen und erneut überarbeiten. Bitte gültiges EG-Sicherheitsdatenblatt beachten!