TECHNISCHE DATEN

Farbe: transparent
Mischungsverhältnis: 2:1 Gew. Anteile
Verarbeitungstemperatur:   +10 °C bis +35 °C
Dichte: ca. 1,12 kg / cm³
Lagerung: 18 Monate, kühl und trocken bei +10 °C

1a Pentapoxy

EIGENSCHAFTEN: 1a Pentapoxy
ist ein lösemittelfreies, transparentes, niedrigviskoses, zweikomponentiges Epoxydharz. 1a Pentapoxy besitzt im ausgehärteten Zustand eine hohe Festigkeit. Es ist emulgierfähig und beständig gegen verdünnte Laugen, Säuren, wässerige Salzlösungen, Schmier- und Treibstoffe. 1a Pentapoxy neigt zur Vergilbung.

EINSATZGEBIETE:
1a Pentapoxy
wird eingesetzt:

  • als Haftgrundierung auf zementgebundenen Flächen in Verbindung mit dem „Rüttelboden“
  • zur Herstellung von epoxydharzgebundenen Rüttelböden
  • zur Herstellung von Ausgleichs- und Kratzspachtelmassen
  • als Bindemittel für emulgierfähige Fugenmassen
  • als Bindemittel für Drainage – Estriche
  • als Bindemittel für epoxydharzgebundene Estriche und Spachtelmassen

HINWEIS:
Bei häufigem Temperaturwechsel, während der Lagerung, kann 1a Pentapoxy auskristallisieren. Es ist dann erforderlich, das Produkt im Wasserbad bei + 50° C bis + 60° C zu erwärmen, um es nach ca. 2 Std. uneingeschränkt zu verwenden.

UNTERGRUND:
Die zu bearbeitenden Flächen müssen:

  • trocken, fest, tragfähig und griffig sein
  • frei sein von trennenden und haftungsmindernden Substanzen, wie z. B. Staub, Fett, Öl, Gummiabrieb, Anstrichreste u.ä.
  •  geschützt sein vor rückseitiger Feuchtigkeitseinwirkung Je nach Beschaffenheit des zu bearbeitenden Untergrundes sind geeignete Verfahren, wie z. B. Fegen, Saugen, Bürsten, Schleifen, Fräsen, Sandstrahlen, Hochdruck-Wasserstrahlen, Kugelstrahlen, zur Vorbereitung einzusetzen. Entsprechend des jeweiligen Untergrundes sind außerdem folgende Kriterien zu erfüllen:

Zementgebundene Flächen:

  • Güte des Betons: mind. C20/25
  • Güte des Estrichs: mind. EN 13813 CT-C25-F4
  • Güte des Putzes: P III a/b
  • Alter: mind. 28 Tage
  • Haftzugfestigkeit: >1,5 N/mm2
  • Restfeuchte: < 4 % (CM-Methode)

VERARBEITUNG:
Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) werden im abgestimmten Mischungsverhältnis geliefert. Die B-Komponente wird zu der A-Komponente hinzugegeben. Es ist darauf zu achten, dass der Härter restlos aus seinem Behälter herausläuft. Das Vermischen der beiden Komponenten hat mit einem geeigneten Rührgerät bei ca. 300 U/Min. (z. B. Bohrmaschine mit Rührwerk) zu erfolgen. Dabei ist wichtig, auch von den Seiten und vom Boden her aufzurühren, damit sich der Härter gleichmäßig verteilt. Es wird solange gerührt, bis die Mischung homogen (schlierenfrei) ist; Mischzeit ca. 5 Minuten. Die Materialtemperatur sollte beim Mischvorgang ca. + 15° C betragen. Das angerührte Material anschließend in ein sauberes Gefäß umtopfen und nochmals sorgfältig durchrühren. Das vermischte Material nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten!

Anmerkung:
Bei der Anwendung als Grundierung ist das Material durch „fluten” gleichmäßig auf den vorbereiteten Untergrund aufzutragen. Ungleichmäßigkeiten führen zu kapillaraktiven Poren im ausgehärteten Grundierungsfilm und begünstigen die Bildung von Blasen, insbesondere Osmoseblasen. Zur Sicherstellung einer porendichten Grundierschicht, ist eine zweite Schicht der Grundierung aufzutragen.

Herstellung der Ausgleichs-/Kratzspachtelmasse:
1a Pentapoxy: 1,0 Gew.-T.
Quarzsand ca. 1,0 Gew.-T.
(Körnung: 0,1 – 0,4 oder 0,2 – 0,7 mm) Die Zumischung des Quarzsandes erfolgt in die zuvor homogen angemischte und umgetopfte Harz- und Härterkomponente. Es ist darauf zu achten, dass die flüssigen und festen Bestandteile gleichmäßig vermischt werden.

ZUR BEACHTUNG:
Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DIN Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherungen sein, da wir keinen Einfluss auf die Ausführung der Arbeiten und die Bedingungen auf der Baustelle haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren alle vorhergegangenen für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.

LIEFERFORM:

 10 kg Gebinde 06-01-010-RE 70 Gebinde/ Palette

Herstellung des Rüttelbodens:
Schichtdicke: ca. 10 bis 15 mm
1a Pentapoxy: 1,0 Gew.-T.
Quarzsand: 7,5 – 10,0 Gew. T Körnung 0 – 2,5 mm
Schichtdicke >15 mm
1a Pentapoxy: 1,0 Gew.-T.
Quarzsand: 12,5 bis 15,0 Gew-T. Körnung: 0 – 3,5 mm

Der Quarzsand wird in abgestimmter Menge in einem Zwangsmischer (z. B. Typ: Zyklos oder UEZ) vorgelegt. Anschließend wird die zuvor homogen angemischte Harzund Härterkomponente zugegeben. Es ist darauf zu achten, dass die flüssigen und festen Bestandteile gleichmäßig vermischt werden.

Herstelung des Drainage – Estrichs:
Schichtdicke: ca. 15 bis 80 mm
1a Pentapoxy: 1,0 Gew.-T.
Quarzsand: 10 – 15 Gew. T Monokorn 6mm

Der Quarzsand wird in abgestimmter Menge in einem Zwangsmischer (z. B. Typ: Zyklos oder UEZ) vorgelegt. Anschließend wird die zuvor homogen angemischte Harzund Härterkomponente zugegeben. Es ist darauf zu achten, dass die flüssigen und festen Bestandteile gleichmäßig vermischt werden.

Herstellung des epoxydharzgebundenen Estrichs:
Schichtdicke: ca. 10 bis 80 mm
1a Pentapoxy: 1,0 Gew.-T.
Quarzsand: 9 – 12 Gew. T Körnung 0 – 5 mm

Der Quarzsand wird in abgestimmter Menge in einem Zwangsmischer (z. B. Typ: Zyklos oder UEZ) vorgelegt. Anschließend wird die zuvor homogen angemischte Harzund Härterkomponente zugegeben. Es ist darauf zu achten, dass die flüssigen und festen Bestandteile gleichmäßig vermischt werden.

APPLIKATIONSVERFAHREN / VERBRAUCH:
Grundierung:
1a Pentapoxy
wird in zwei Arbeitsgängen aufgetragen. Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2 /Arbeitsgang Die frische Grundierung wird mit Quarzsand abgestreut (Körnung: 0,1 – 0,4 oder 0,2 – 0,7 mm) Verbrauch: ca. 0,8 -1,0 kg/m2

Ausgleich-/Kratzspachtelung:
Den Untergrund zunächst mit 1a Pentapoxy grundieren. Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2 Die angemischte Spachtelmasse wird in einem Arbeitsgang mit der Kratzspachteltechnik aufgetragen. Verbrauch an fertiger Spachtelmasse: ca.1600 g/m2 / mm Schichtdicke

Rüttelbodenmörtel:
Den Untergrund zunächst mit 1a Pentapoxy grundieren. Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2
Der angemischte Estrich wird auf die frisch grundierte Fläche in einer Mindestschichtdicke von ca. 10 mm aufgebracht, über Lehren abgezogen und geglättet. Verbrauch fertiger Estrichmischung: ca. 2,0 kg/m2 / mm Schichtdicke
Danach werden die keramischen Platten verlegt und eingerüttelt. Verfugung keramischer Bodenplatten: Für die Herstellung einer stabilen Fugenmasse wird der vorhandene Fugenraum zuerst mit dem entsprechenden fugenfüllenden Quarzsand, durch Einfegen verfüllt. Anschließend wird das angemischte Bindemittel 1a Pentapoxy mittels Fluten auf der Plattenoberfläche gleichmäßig mit einem Gummischieber verteilt, bis eine komplette Fugenfüllung sichergestellt ist. Danach wird die Plattenoberfläche mit der entsprechenden Quarzqualität bestreut und Mittels einer „Einscheibmaschine“ in die Fugen eingearbeitet. Materialüberschuss wird mit einem Schaber entfernt. Die Restanhaftungen an der Oberfläche werden durch Besprühen mit Wasser durch Emulgieren abgereinigt. Verbrauch: ca. 0,4 bis 0,6 kg/m2 je nach Querschnitt der Fuge.

PHYSIOLOGISCHES VERHALTEN UND SCHUTZMASSNAHMEN:
1a Pentapoxy
ist nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. Der Härter (Komp. B) ist ätzend. Bei der Verarbeitung sind die berufsgenossenschaftlichen Schutzvorschriften, Merkblatt M 023 sowie die Hinweise auf den Gebinden zu beachten.

WICHTIGE HINWEISE:

  • Höhere Temperaturen verkürzen die Verarbeitungszeit. Niedrigere Temperaturen verlängern die Verarbeitungs- und Erhärtungszeit. Der Materialverbrauch erhöht sich ebenfalls bei niedrigeren Temperaturen.
  • Die Haftung der einzelnen Schichten aufeinander kann durch Einwirkung von Feuchtigkeit und Verunreinigung zwischen den einzelnen Arbeitsgängen stark gestört werden.
  • Treten zwischen den einzelnen Arbeitsgängen erwartungsgemäß längere Wartezeit ein, so ist eine Zwischenabstreuung mit feinem Quarzsand notwendig.
  • Ausgehärtete Produktreste sind unter der Abfallschlüsselnummer 57123 „Epoxydharz” zu entsorgen.

Bei nicht benannten Anwendungen und allen technischen Fragen wenden Sie sich bitte an unseren technischen Beratungsdienst.

GISCODE RE1