TECHNISCHE DATEN

Farbe: gelblich-transparent
Mischungsverhältnis: 2:1 Gew. Anteile
Verarbeitungstemperatur:   +8 °C bis +30 °C
Dichte: ca. 1,40g / cm³
Lagerung: 18 Monate, trocken, frostfrei

1a Estrich Reparatur-Set

EIGENSCHAFTEN:
1a Estrich-Reparatur Set
ist ein niedrigviskoses, lösemittelfreies 2-Komponenten-Epoxydharz mit ausgezeichneter Haftung auf Beton, Estrich, Stein, Keramik etc.

1a Estrich-Reparatur Set besitzt folgende Eigenschaften:

  • sehr gutes Eindringvermögen
  • ideales Riss- und Fugenharz
  • hohe Klebkraft
  • schnell erhärtend
  • chemikalienbeständig
  • wasser- und frostbeständig

EINSATZGEBIETE:

  • zum Herstellen kraftschlüssiger Verbindungen von Fugen und Rissen in Estrich und Beton
  • zum Vergießen von Hohlstellen bei Verbundestrichen
  • zum Ausbessern von Stein, Beton u.ä.
  • Fußbodenheizung geeignet

 

VERARBEITUNG: Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) werden in einem Zweikammerbeutel im abgestimmten Mischungsverhältnis geliefert. Durch herausziehen der Trennklammer laufen beide Komponenten ineinander. Durch „Kneten und Walken“ wird der Beutelinhalt vermischt. Es wird solange gemischt, bis die Mischung homogen (schlierenfrei) ist; Mischzeit ca. 3 Minuten. Die Materialtemperatur sollte beim Mischvorgang ca. + 15° C betragen. Nach dem Mischvorgang den, an der Beutelecke befindlichen, Schraubverschluss aufdrehen, den Plastikschlauch auf ca. 20 cm Länge zuschneiden, aufstecken und die Masse ausdrücken.

APPLIKATIONSVERFAHREN/ VERBRAUCH:

  1. Schließen von Estrichrissen unter Verwendung von Estrichklammern:
    Die Risse oder Fugen mir der Trennscheibe der Länge nach ½ bis 2/3 der Estrichdicke öffnen. Rechtwinklig zum Riss im Abstand von ca. 30 cm Querschlitze mit ca. 10 cm Länge einschneiden. Eingeschnittenen Bereich sorgfältig mit einem Industriestaubsauger vom Staub befreien. Das vermischte Gießharz in die Schnittfugen gießen, bis eine Sättigung sichtbar ist. Eventuell ist ein Nachvergießen notwendig. Beiliegende Estrichklammern in die Querschlitze einlegen und austretendes Harz an der Oberfläche abstreifen. Danach das noch frische Gießharz an der Oberfläche mit Quarzsand der Körnung 0,2 – 0,7 mm volldeckend abstreuen. Nach der Aushärtung den nicht gebundenen, losen Sand absaugen. Nach ca. 4 -5 Stunden ist das ausgehärtete Gießharz schleifbar. Zum Schleifen eignet sich ein 60er Schleifpapier. Danach ist die Fläche nochmals gründlich zu entstauben.
  2. Vergießen von Hohlstellen:
    Für das Vergießen von Hohlstellen ist der zu vergießende Bereich durch „Freilegen“ und / oder „Anbohren“ zugänglich zu machen. Nach den vorbereitenden Maßnahmen sind die Bereiche gründlich zu reinigen und von Staub zu befreien. Danach wird das angemischte Gießharz portionsweise in den Hohlraum gegossen. Eventuell ist ein Nachgießen notwendig.
  3. Ausgleich von Unebenheiten:
    Zum Ausgleichen von Unebenheiten ist aus dem Bindemittel 1a Estrich-Reparatur Set eine Spachtelmasse wie folgt herzustellen: 1a Estrich-Reparatur Set-Masse wird im Verhältnis 1:1 Gew.-Teile mit Quarzsand der Körnung 0,1 – 0,7 mm gemischt. Anmerkung: Die Zumischung des Quarzsandes erfolgt in die zuvor homogen angemischte und umgetopfte Harz- und Härterkomponente. Es ist darauf zu achten, dass die flüssigen und festen Bestandteile gleichmäßig vermischt werden. Der Untergrund ist zunächst mit 1a Estrich-Reparatur Set-Masse zu grundieren.
    Verbrauch ca.: 300 – 500 g/m2
    Die angemischte Spachtelmasse wird in einem Arbeitsgang mit der Kratzspachteltechnik aufgetragen. Danach sofort die noch frische Spachtelmasse mit feinem Quarzsand der Körnung 0,1 -0,7 mm abstreuen. Verbrauch an fertiger Spachtelmasse ca.: 1600 g/m2 /mm Schichtdicke.

LIEFERFORM:

0,5 kg Beutel 06-02-005-TR 5 Beutel / Karton

LAGERUNG:
18 Monate trocken und frostfrei

LIEFERFORM:
Beutel 0,5 kg
Karton mit jeweils 5 Beuteln

UNTERGRUND:
Die zu bearbeitenden Flächen müssen trocken, fest, tragfähig und griffig, sowie frei von trennenden und haftungsmindernden Substanzen, wie z. B. Staub, Fett, Öl, Gummiabrieb, Anstrichreste u.ä. sein. Der Untergrund muss vor rückseitiger Feuchtigkeitseinwirkung geschützt sein. Je nach Beschaffenheit des zu bearbeitenden Untergrundes sind geeignete Verfahren, wie z. B. Fegen, Saugen, Bürsten, Schleifen, Fräsen, Sandstrahlen, HochdruckWasserstrahlen, Kugelstrahlen, zur Vorbereitung einzusetzen. Entsprechend des jeweiligen Untergrundes sind außerdem folgende Kriterien zu erfüllen:

Zementgebundene Flächen:

  • Güte des Betons: mind. C20/25
  • Güte des Estrichs: mind. CT-C25-F4
  • Güte des Putzes: P III
  • Alter: mind. 28 Tage
  • Haftzugfestigkeit: ≥1,5 N/mm2
  • Restfeuchte: < 4 % (CM-Methode)

PHYSIOLOGISCHES VERHALTEN UND SCHUTZMASSNAHMEN:
1a Estrich-Reparatur Set
ist nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. Der Härter (Komponente B) ist ätzend. Bei der Verarbeitung sind die berufsgenossenschaftlichen Schutzvorschriften, Merkblatt M 023, sowie die Hinweise auf den Gebinden zu beachten.

Gut zu wissen:

  • Erst wenn der Estrich seine zulässige Restfeuchte erreicht hat, also verlegereif ist, die Estrichrisse und Scheinfugen schließen.
  • Höhere Temperaturen verkürzen die Verarbeitungszeit. Niedrigere Temperaturen verlängern die Verarbeitungs- und Erhärtungszeit und erhöhen den Materialverbrauch.
  • Feuchtigkeit und Verunreinigungen können die Haftung der einzelnen Schichten aufeinander, zwischen den einzelnen Arbeitsgängen stark beeinträchtigen.
  • Kommt es zwischen den einzelnen Arbeitsgängen zu einer längeren Wartezeit, so ist die alte Oberfläche gut zu reinigen und gründlich anzuschleifen. Danach sollte eine vollständige, porenfreie Neuversiegelung erfolgen. Ein Überstreichen der Fläche genügt nicht.
  • Das Gieß- und Klebharz muss nach der Applikation für ca. 4 – 6 Stunden vor Feuchtigkeit (z. B. Regen-, Tauwasser) geschützt werden. Durch Feuchtigkeit kommt es zu einer Weißfärbung und/oder einer Klebrigkeit der Oberfläche, dies kann zu Störungen bei der Aushärtung führen. Verfärbte und/oder klebrige Oberflächen sind z.B. durch Schleifen oder Strahlen, abzutragen und erneut zu überarbeiten.
  • Anwendungen die nicht eindeutig in diesem Technischen Merkblatt erwähnt werden, dürfen erst nach Rücksprache und schriftlicher Bestätigung durch die Anwendungstechnik der 1a Bauchemie GmbH erfolgen.
  • Abfallschlüssel:
    Flüssige Produktreste: EAK 08 01 11 Farb- und Lackabfälle, die organische Lösemittel oder andere gefährliche Stoffe enthalten. Ausgehärtete Produktreste: EAK 17 02 03 KunststoffGISCODE: RE 1

ZUR BEACHTUNG: Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DIN-Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherung sein, da wir keinen Einfluss auf die Baustellenbedingungen, auf die Ausführung der Arbeiten und die Verarbeitung haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren vorhergegangene für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.