TECHNISCHE DATEN

Farbe: hellgrau
Basis: 2-komp. Epoxydharz
Mischverhältnis: 100:12 Gew.-Teile
Dichte: 1,86 g / cm³

1a Epoxysperre

ANWENDUNGSBEREICH:

1a Epoxysperre eignet sich als:

  • Spezialvorgrundierung für verölte, jedoch vorher gereinigte Betonuntergründe
  • effektiver Schutz gegenüber Bildung von Osmoseblasen bei rückseitiger Feuchteeinwirkung
  • als Vorgrundierung noch feuchter Beton-/ Verbundestrichflächen die mit 1a Epoxygrund beschichtet werden sollen
  • als Vorgrundierung noch feuchter Beton-/ Verbundestrichflächen die mit herkömmlichen, klassischen Bodenbelägen wie PVC, Linoleum, Teppich, Parkett; Fliesen u. a.) belegt werden sollen

EIGENSCHAFTEN:
1a Epoxysperre ist ein lösemittelarmes, feuchtigkeitsverträgliches, zweikomponentiges Epoxidharz. Es verdrängt aufgrund seiner hohen Dichte das Wasser in der Oberflächenzone aus dem Kapillargefüge des Betonuntergrundes und wirkt als Sperre gegen kapillar aufsteigende Öle. 1a Epoxysperre haftet sehr gut auf feuchten Betonuntergründen. Es besitzt einen hohen Sd-Wert (> 300 m; wasserdampfdicht) und ist dicht gegen Radonstrahlen.
UNTERGRÜNDE:
Untergründe aus Beton- und Zementestrichflächen müssen tragfähig, sauber, trocken bis feucht und frei von Stoffen sein, die die Haftfestigkeit beeinträchtigen. Labile oder haftungsmindernde Schichten, z. B. Trennmittel, alte KlebstoffSpachtelmassen oder Belags- und Anstrichreste sind restlos zu entfernen. 1a Epoxysperre kann auf folgenden Untergründen eingesetzt werden:

  • rückwärtig mit Feuchtigkeit belastete Betonplatten und Zementestriche
  • Betonplatten und Zementestriche mit erhöhter Restfeuchte.

Bitte beachten:
An der Oberfläche des Betons darf sich kein geschlossener Wasserfilm befinden! Der Untergrund darf noch nicht abgetrocknet sein. Durch das Abtrocknen besteht die Gefahr, dass durch das wieder aufsteigende Öl keine Haftung der Vorgrundierung zum Untergrund erreicht wird. Je nach Beschaffenheit des zu bearbeitenden Untergrundes sind geeignete Verfahren, wie z. B. Fräsen, Kugelstrahlen, Schleifen etc. einzusetzen. Entsprechend des jeweiligen Untergrundes sind außerdem folgende Mindestanforderungen an zementgebundenen Flächen zu erfüllen:  Güte des Betons: mind. C 20/25

  • Güte des Estriches: mind. EN 13813 CTC25-F4  Haftzugfestigkeiten: >1,5 N/mm2
  • Güte des Putzes: mind. P IIIa/P IIIb
  • Haftzugfestigkeit: ca. 0,8 N/mm2 Ölkontaminierte Untergründe stellen eine besondere Problematik dar. Wir empfehlen, unsere Technische Beratung in Anspruch zu nehmen.

VERARBEITUNG:
Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) werden im abgestimmten Mischungsverhältnis geliefert. Die B-Komponente wird zu der A-Komponente hinzugegeben. Es ist darauf zu achten, dass der Härter restlos aus seinem Behälter herausläuft. Das Vermischen der beiden Komponenten hat mit einem geeigneten Rührgerät bei ca. 300 U/Min. (z. B. Bohrmaschine mit Rührwerk) zu erfolgen. Dabei ist wichtig, auch von den Seiten und vom Boden her aufzurühren, damit damit sich der Härter gleichmäßig verteilt. Es wird solange gerührt, bis die Mischung homogen (schlierenfrei) ist; Mischzeit ca. 3 Minuten. Die Materialtemperatur sollte beim Mischvorgang ca. +15° C betragen. Das vermischte Material nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten! Die Masse ist in ein sauberes Gefäß umzutopfen und nochmals sorgfältig durchzurühren.

GISCODE: RE 2

LIEFERFORM:

 15 kg Gebinde 06-09-150-HG 45 Gebinde/ Palette

APPLIKATIONSVERFAHREN / VERBRAUCH:
1a Epoxysperre
wird auf den gereinigten, noch mattfeuchten Untergrund mit einem Gummischieber satt aufgetragen, mit einer Grundierbürste in die Oberflächenzone sorgfältig eingebürstet und mit einer kurzfloorigen Fellrolle gleichmäßig aufgerollt.

Die frische Vorgrundierung wird mit Quarzsand (Körnung: 0,5 – 1,0 oder 0,7 – 1,2 mm ø) volldeckend abgestreut. Nach Aushärtung ist der nicht gebundene Quarzsandanteil sorgfältig zu entfernen, bevor die Grundierung für die weitere Beschichtung appliziert wird.

Materialverbrauch: Je nach Untergrund liegt der Verbrauch zwischen mind. 0,6 – 1,0 kg/m2 . Verbrauch an Abstreukorn ca. 1,5 kg/m2 . Nach einer Wartezeit von ca. 12 – 24 Std. kann mit einer Grundierung des Bodens begonnen werden.

LAGERUNG:
24 Monate, kühl und trocken im original verschlossenen Gebinde.

VORSICHTSMASSNAHMEN:
1a Epoxysperre
ist nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. Zu beachten: Praxisleitfaden für den Umgang mit Epoxidharzen herausgegeben von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft www.bgbau.de bzw. www.gisbau.de.

HINWEISE:

  • Beim Einsatz von Konservierungsmitteln (z. B. Propionsäure) in Fahrfuttersiloanlagen, darf 1a Epoxysperre als Abdichtungsmaßnahme nicht eingesetzt werden.
  • Höhere Temperaturen verkürzen die Verarbeitungszeit. Niedrigere Temperaturen verlängern die Verarbeitungs- und Erhärtungszeit. Der Materialverbrauch erhöht sich ebenfalls bei niedrigeren Temperaturen.
  • Oberflächen-Schutzsysteme müssen nach ihrer Applikation für ca. 4 – 6 Stunden vor Feuchtigkeit (z. B. Regen-, Tauwasser) geschützt werden. Feuchtigkeit bewirkt eine Weißfärbung und/oder eine Klebrigkeit der Oberfläche und kann zu Störungen bei der Aushärtung führen. Verfärbte und/oder klebrige Oberflächen sind, z.B. durch Schleifen oder Strahlen, abzutragen und erneut zu überarbeiten.
  • Hohe Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft können zur Hautbildung führen und beeinträchtigen die notwendige Korneinbindung sowie das Eindringen in den Untergrund.
  • Bei der Verwendung von 1a Epoxysperre als Dampfsperre unter herkömmlichen Bodenbelägen, wie z.B. PVC, Linoleum, Teppich und Parkett, dürfen keine lösemittelhaltigen Kleber verwendet werden. Dieses führt nachhaltig zu Aufwölbungen in dem verlegten Bodenbelag.
  • Nicht zu behandelnde Flächen vor der Einwirkung von 1a Epoxysperre schützen.
  • Ausgehärtete Produktreste können nach Abfallschlüssel AVV 150106 entsorgt werden.

Bitte gültiges EG-Sicherheitsdatenblatt beachten!

Chem VOC Farb V (2004/42/EG):
Gruppe Lb: j
Stufe 1 (2007): max. 550 g/l
Stufe 2 (2010): max. 500 g/l
1a Epoxysperre enthält: < 500 g/l

ZUR BEACHTUNG: Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DIN-Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherung sein, da wir keinen Einfluss auf die Baustellenbedingungen, auf die Ausführung der Arbeiten und die Verarbeitung haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren vorhergegangene für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.