TECHNISCHE DATEN

Farbe: transparent
Basis: 2-komponentiges Epoxydharz
Mischungsverhältnis: 2:1 Gew. Anteile
Dichte: ca. 1,08 kg / dm³
Überarbeitbar nach: 3 bis 6 Stunden bei 23 °C

1a Epoxygrund schnell

ANWENDUNGSBEREICH:
1a Epoxygrund
schnell kann zur Grundierung und Versiegelung zementgebundener, als auch calciumsulfatgebundener (Anhydrit-) Flächen, z.B. in Produktionsräumen, Lagerhallen und auf Rampen eingesetzt werden. Desweiteren eignet es sich zur Herstellung von Ausgleichs- und Kratzspachtelmassen und als Untergrundvorbereitung für Beschichtungsmaßnahmen und zur Herstellung von Epoxidharzestrichen und Reparaturmörtel.

EIGENSCHAFTEN:
1a Epoxygrund schnell
ist ein zweikomponentiges Epoxydharz. Es ist lösemittelfrei, schnell reagierend, niedrigviskos und wasserfest. Desweiteren ist 1a Epoxygrund schnell mechanisch hochbelastbar, neigt allerdings zur Vergilbung.

UNTERGRÜNDE:
Die zu bearbeitenden Flächen müssen trocken, fest, tragfähig und griffig, sowie frei von trennenden und haftungsmindernden Substanzen, wie z. B. Staub, Fett, Öl, Gummiabrieb, Anstrichreste u.ä. sein. Die Untergründe müssen vor rückseitiger Feuchtigkeitseinwirkung geschützt sein. Die Beschaffenheit des zu bearbeitenden Untergrundes kann es notwendig machen Verfahren wie: Fegen, Saugen, Bürsten, Schleifen, Fräsen, Sandstrahlen, HochdruckWasserstrahlen, Kugelstrahlen, zu dessen Vorbereitung einzusetzen. Folgende Kriterien sind außerdem zu erfüllen:

Zementgebundene Flächen:

  • Güte des Betons: mind. C20/25
  • Güte des Estrichs: mind. EN 13813 CT-C25-F4
  • Güte des Putzes: P III
  • Alter: mind. 28 Tage
  • Haftzugfestigkeit: =1,5 N/mm2 (Putz: 0,8 N/mm2)
  • Restfeuchte: < 4 % (CM-Methode)

VERARBEITUNG: Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) werden im abgestimmten Mischungsverhältnis geliefert. Die B-Komponente wird zu der A-Komponente hinzugegeben. Der Härter muss komplett aus seinem Behältnis hinauslaufen. Das Vermischen der beiden Komponenten hat mit einem geeigneten Rührgerät bei ca. 300 U/Min. (z. B. Bohrmaschine mit Rührwerk) zu erfolgen. Dabei ist wichtig, auch von den Seiten und vom Boden her aufzurühren, damit sich der Härter gleichmäßig verteilt. Es wird solange gerührt, bis die Mischung homogen (schlierenfrei) ist; Mischzeit ca. 3 Minuten. Die Materialtemperatur sollte beim Mischvorgang ca. + 15° C betragen. Die fertige Mischung anschließend in ein sauberes Gefäß umtopfen und nochmals sorgfältig durchrühren. Das vermischte Material nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten! Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass das Material durch “fluten” gleichmäßig auf den vorbereiteten Untergrund aufgetragen wird. Ungleichmäßigkeiten führen zu kapillaraktiven Poren im ausgehärteten Grundierungsfilm und begünstigen die Bildung von Blasen, insbesondere Osmoseblasen. Zur Sicherstellung einer porendichten Grundierschicht ist eine zweite Schicht der Grundierung aufzutragen. Porendichtheit kann auch durch Auftragen einer zweiten Lage mit einem dichten Spachtelmörtel sichergestellt werden. Dieser Spachtelmörtel ist mit dem Grundierungsharz unter Zugabe von Quarzsand herzustellen. Bei der Zumischung von Zuschlägen (z. B. Quarzsand), ist darauf zu achten, dass die Zuschlagstoffe getrocknet sind und ebenfalls eine Temperatur von ca. +15° C haben.

LIEFERFORM:
1a Epoxygrund schnell
ist in Gebinden zu 10 kg lieferbar. Komponente A und B befinden sich im abgestimmten Mischungsverhältnis.

LAGERUNG:
18 Monate im Original verschlossenen Gebinde, kühl und trocken, über + 10 °C. Herstellung der Ausgleichs- /Kratzspachtelmasse: 1a Epoxygrund schnell: 1,0 Gew.-T. Quarzsand: ca. 1,0 Gew.-T. (Körnung: z.B. 0,2 mm – 0,7 mm). Faserfüllstoff: ca. 2% – 3% Gew.-% Die Zumischung des Quarzsandes erfolgt in die zuvor homogen angemischte und umgetopfte Harz- und Härterkomponente. Es ist darauf zu achten, dass die flüssigen und festen Bestandteile gleichmäßig vermischt werden. Vor der Applikation auf senkrechten und geneigten Flächen, empfiehlt sich die Zugabe eines Faserfüllstoffes. Die Zugabemenge liegt bei ca. 4 – 5 Gew.-%, je nach Neigung der Fläche.

LIEFERFORM:

 3 kg Gebinde 06-03-003-TR 85 Gebinde/ Palette
 10 kg Gebinde 06-03-100-TR 70 Gebinde/ Palette

APPLIKATIONSVERFAHREN / VERBRAUCH:

Versiegelung:
1a Epoxygrund schnell
in zwei Arbeitsgängen auftragen. Verbrauch: ca. 400–500 g/m2 /Arbeitsgang Um eine rutschfeste Oberflächenstruktur herzustellen wird 1a Epoxygrund schnell zwischen den beiden Arbeitsgängen mit Quarzsand (Körnung: 0,5mm –1,0mm oder 0,7mm –1,2 mm) abgestreut.
Verbrauch: ca. 1–1,5 kg/m2

Grundierung:
1a Epoxygrund schnell
in zwei Arbeitsgängen auftragen. Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2 /Arbeitsgang Die frische Grundierung wird mit Quarzsand abgestreut. (Körnung: 0,2 mm – 0,7 mm).
Verbrauch: ca. 0,8–1,0 kg/m2
Der nicht gebundene Quarzsandanteil sollte nach der Aushärtung sorgfältig entfernt werden, bevor eine Roll-/Verlaufbeschichtung, Kratzspachtelung oder Estrich appliziert wird. Ausgleich-/Kratzspachtelung: Den Untergrund mit 1a Epoxygrund schnell grundieren.
Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2 .
Die angemischte Spachtelmasse wird in einem Arbeitsgang mit der Kratzspachteltechnik aufgetragen.
Verbrauch an fertiger Spachtelmasse: ca. 1,6 kg/m2 /mm Schichtdicke.

Epoxidharzestrich:
Den Untergrund mit 1a Epoxygrund schnell grundieren. Verbrauch: ca. 300–500 g/m2 Der angemischte Estrich wird auf die grundierte Fläche in einer Mindestschichtdicke von ca. 5 mm aufgebracht, über Lehren abgezogen und mechanisch geglättet (Flügel- oder Tellerglätter verwenden).
Verbrauch fertiger Estrichmischung: ca. 2,0 kg/m2 /mm Schichtdicke

PHYSIOLOGISCHES VERHALTEN UND SCHUTZMASSNAHMEN:
1a Epoxygrund schnell
ist nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. Der Härter (Komponente B) ist ätzend. Zu beachten: Praxisleitfaden für den Umgang mit Epoxidharzen herausgegeben von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft www.bgbau.de bzw. www.gisbau.de.

WICHTIGE HINWEISE:

  • Höhere Temperaturen verkürzen die Verarbeitungszeit. NiedrigereTemperaturen verlängern die Verarbeitungs- und Erhärtungszeit und erhöhen den Materialverbrauch.
  • Feuchtigkeit und Verunreinigungen können die Haftung der einzelnen Schichten aufeinander, zwischen den einzelnen Arbeitsgängen, stark beeinträchtigen.
  •  Kommt es zwischen den einzelnen Arbeitsgängen zu einer längeren Wartezeit, so ist die alte Oberfläche gut zu reinigen und gründlich anzuschleifen. Danach sollte eine vollständige, porenfreie Neuversiegelung erfolgen. Ein Überstreichen der Fläche genügt nicht.
  • Oberflächen-Schutzsysteme müssen nach ihrer Applikation für ca. 4 – 6 Stunden vor Feuchtigkeit (z. B. Regen-, Tauwasser) geschützt werden. Durch Feuchtigkeit kommt es zu einer Weißfärbung und/oder einer Klebrigkeit der Oberfläche, dies kann zu Störungen bei der Aushärtung führen. Verfärbte und/oder klebrige Oberflächen sind, z. B. durch Schleifen oder Strahlen, abzutragen und erneut zu überarbeiten.
  • Ausgehärtete Produktreste können nach Abfallschlüssel AW 150106 entsorgt werden.

Bitte gültiges EG-Sicherheitsdatenblatt beachten!
Chem VOC Farb V (2004/42/EG): Gruppe Lb: j Stufe 1 (2007): max: 550 g/l Stufe 2 (2010): max: 500 g/l 1a Epoxygrund schnell enthält: < 500 g/l Bei nicht benannten Anwendungen und allen technischen Fragen wenden Sie sich bitte an unseren technischen Beratungsdienst.

ZUR BEACHTUNG: Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DIN Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherungen sein, da wir keinen Einfluss auf die Ausführung der Arbeiten und die Bedingungen auf der Baustelle haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren alle vorhergegangenen für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.

GISCODE RE1