TECHNISCHE DATEN

Farbe: transparent
Basis: 2-komponentiges Epoxydharz
Mischungsverhältnis: 2:1 Gew. Anteile
Dichte: ca. 1,09 kg / dm³
Überarbeitbar nach: 16 bis 24 Stunden bei 23 °C

1a Epoxygrund

ANWENDUNGSBEREICH:
1a Epoxygrund
kann zur Versiegelung und Grundierung zementgebundener, als auch calciumsulfatgebundener (Anhydrit-) Flächen eingesetzt werden. Desweiteren eignet es sich zur Herstellung von Ausgleichs- und Kratzspachtelmassen und als Untergrundvorbereitung für Beschichtungsmaßnahmen und zur Herstellung von Epoxidharzestrichen.

EIGENSCHAFTEN:
1a Epoxygrund
ist ein zweikomponentiges Epoxydharz. Es ist lösemittelfrei, transparent, niedrigviskos und wasserfest. Desweiteren weist 1a Epoxygrund einen niedrigen WDD-Wert (gem. DIN EN ISO 7783-1) = 1,2 g/m2 xd auf und ist beständig gegen Laugen, Säuren, wässrige Salzlösungen und Schmier- und Treibstoffe.

UNTERGRÜNDE: Die zu bearbeitenden Flächen müssen trocken, fest, tragfähig und griffig, sowie frei von trennenden und haftungsmindernden Substanzen, wie z. B. Staub, Fett, Öl, Gummiabrieb, Anstrichreste u.ä. sein. Je nach Beschaffenheit des zu bearbeitenden Untergrundes sind geeignete Verfahren, wie z. B. Fegen, Saugen, Bürsten, Schleifen, Fräsen, Sandstrahlen, Hochdruck-Wasserstrahlen, Kugelstrahlen, zur Vorbereitung einzusetzen. Entsprechend des jeweiligen Untergrundes sind außerdem folgende Kriterien zu erfüllen:

Zementgebundene Flächen:

  • Güte des Betons: mind. C20/25
  • Güte des Estrichs: mind. CT-C25-F4
  • Güte des Putzes: P III
  • Alter: mind. 28 Tage
  • Haftzugfestigkeit: ≥1,5 N/mm2  Restfeuchte: < 4 % (CM-Methode)

VERARBEITUNG:
Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) werden im abgestimmten Mischungsverhältnis geliefert. Die B-Komponente wird zu der A-Komponente hinzugegeben. Der Härter muss komplett aus seinem Behältnis hinauslaufen. Die beiden Komponenten müssen mit einem geeigneten Rührgerät bei ca. 300 U/Min. (z. B. Bohrmaschine mit Rührwerk) durschmischt werden. Dabei ist wichtig, auch von den Seiten und vom Boden her aufzurühren, damit sich der Härter gleichmäßig verteilt. Es wird solange gerührt, bis die Mischung homogen (schlierenfrei) ist; Mischzeit ca. 3 Minuten. Die Materialtemperatur sollte beim Mischvorgang ca. + 15° C betragen. Die fertige Mischung anschließend in ein sauberes Gefäß umtopfen und nochmals sorgfältig durchrühren. Das vermischte Material darf nicht aus dem Liefergebinde verarbeitet werden!

Anmerkung:
Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass das Material durch “fluten” gleichmäßig auf den vorbereiteten Untergrund aufgetragen wird. Ungleichmäßigkeiten führen zu kapillaraktiven Poren im ausgehärteten Grundierungsfilm und begünstigen die Bildung von Blasen, insbesondere Osmoseblasen. Zur Sicherstellung einer porendichten Grundierschicht ist eine zweite Schicht der Grundierung aufzutragen. Porendichtheit kann auch durch Auftragen einer zweiten Lage mit einem dichten Spachtelmörtel sichergestellt werden. Dieser Spachtelmörtel ist mit dem Grundierungsharz unter Zugabe von Quarzsand herzustellen. Bei der Zumischung von Zuschlägen (z. B. Quarzsand), ist darauf zu achten, dass die Zuschlagstoffe getrocknet sind und ebenfalls eine Temperatur von ca. +15° C haben.

LIEFERFORM:
1a Epoxygrund
ist in Gebinden zu 3 kg und 10 kg lieferbar. Komponente A und B befinden sich im abgestimmten Mischungsverhältnis.

LAGERUNG:
18 Monate im Original verschlossenen Gebinde, kühl und trocken, über + 10 °C. 1a Epoxygrund kann bei häufigem Temperaturwechsel auskristallisieren. Das Produkt muss dann ca. 2 Std. im Wasserbad bei +50°C bis +60 °C erwärmt werden. Die Nutzbarkeit und die Qualität von 1a Epoxygrund werden dadurch nicht beeinträchtigt.

ZUR BEACHTUNG:
Die einschlägigen Empfehlungen, Richtlinien sowie DIN Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter sind zu beachten. Es gelten die Regeln der Baukunst und Technik. Wir übernehmen die Gewähr für die einwandfreie Qualität unserer Erzeugnisse. Unsere Verarbeitungsempfehlungen beruhen auf Versuchen und praktischen Erfahrungen; sie können jedoch nur allgemeine Hinweise ohne Eigenschaftszusicherungen sein, da wir keinen Einfluss auf die Ausführung der Arbeiten und die Bedingungen auf der Baustelle haben. Mit Herausgabe dieses Datenblattes verlieren alle vorhergegangenen für das gleiche Produkt ihre Gültigkeit.

Herstellung der Ausgleichs- /Kratzspachtelmasse:

1a Epoxygrund: 1,0 Gew.-T. Quarzsand:
ca. 1,0 Gew.-T. (Körnung: 0,1 mm – 0,4 mm; oder 0,2 mm – 0,7 mm).
Faserfüllstoff: ca. 2% – 3% Gew.-% Der Quarzsand wird in die zuvor homogen angemischte und umgetopfte Harz- und Härterkomponente. Die flüssigen und festen Bestandteile müssen dabei gleichmäßig vermischt werden. Vor der Applikation auf senkrechten und geneigten Flächen, empfiehlt sich die Zugabe eines Faserfüllstoffes. Die Zugabemenge liegt bei ca. 4 – 5 Gew.-%, je nach Neigung der Fläche.

APPLIKATIONSVERFAHREN / VERBRAUCH:
Versiegelung: 1a Epoxygrund in zwei Arbeitsgängen auftragen. Verbrauch: ca. 300–500 g/m2 /Arbeitsgang Um eine rutschfeste Oberflächenstruktur herzustellen wird 1a Epoxygrund zwischen den beiden Arbeitsgängen mit Quarzsand (Körnung: 0,5mm –1,0mm oder 0,7mm –1,2 mm) abgestreut.
Verbrauch: ca. 1–1,5 kg/m2 Grundierung: 1a Epoxygrund in einem Arbeitsgang auftragen.
Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2 Die frische Grundierung wird mit Quarzsand abgestreut. (Körnung: 0,1mm – 0,4mm oder 0,2mm – 0,7 mm). Verbrauch: ca. 0,8–1,0 kg/m2
Der nicht gebundene Quarzsandanteil sollte nach der Aushärtung sorgfältig entfernt werden, bevor eine Roll-/Verlaufbeschichtung, Kratzspachtelung oder Estrich aufgebracht wird.

Ausgleich-/Kratzspachtelung:
Den Untergrund mit 1a Epoxygrund grundieren.
Verbrauch: ca. 300 – 500 g/m2 . Die angemischte Spachtelmasse in einem Arbeitsgang mit der Kratzspachteltechnik auftragen.
Verbrauch an fertiger Spachtelmasse: ca. 1,6 kg/m2 /mm Schichtdicke.
Epoxidharzestrich: Den Untergrund mit 1a Epoxygrund grundieren. Verbrauch: ca. 300–500 g/m2 Der angemischte Estrich wird auf die grundierte Fläche in einer Mindestschichtdicke von ca. 5 mm aufgebracht, über Lehren abgezogen und mechanisch geglättet (Flügel- oder Tellerglätter verwenden).
Verbrauch fertiger Estrichmischung: ca. 2,0 kg/m2 /mm Schichtdicke

Physiologisches Verhalten und Schutzmaßnahmen:
1a Epoxygrund
ist nach der Aushärtung physiologisch unbedenklich. Der Härter (Komponente B) ist ätzend. Bei der Verarbeitung sind die berufsgenossenschaftlichen Schutzvorschriften, Merkblatt M 023, sowie die Hinweise auf den Gebinden zu beachten.

WICHTIGE HINWEISE:

  • Höhere Temperaturen verkürzen die Verarbeitungszeit. Niedrigere Temperaturen verlängern die Verarbeitungs- und Erhärtungszeit und erhöhen den Materialverbrauch.
  • Feuchtigkeit und Verunreinigungen können die Haftung der einzelnen Schichten aufeinander, zwischen den einzelnen Arbeitsgängen stark beeinträchtigen.
  • Kommt es zwischen den einzelnen Arbeitsgängen zu einer längeren Wartezeit, so ist die alte Oberfläche gut zu reinigen und gründlich anzuschleifen. Danach sollte eine vollständige, porenfreie Neuversiegelung erfolgen. Ein Überstreichen der Fläche genügt nicht.
  • Oberflächenschutzsysteme müssen nach ihrer Applikation für ca. 4 – 6 Stunden vor Feuchtigkeit (z. B. Regen-, Tauwasser) geschützt werden. Durch Feuchtigkeit kommt es zu einer Weißfärbung und/oder einer Klebrigkeit der Oberfläche, dies kann zu Störungen bei der Aushärtung führen. Verfärbte und/oder klebrige Oberflächen sind, z. B. durch Schleifen oder Strahlen, abzutragen und erneut zu überarbeiten.
  • Abfallschlüssel:
    Flüssige Produktreste: EAK 08 01 11 Farb- und Lackabfälle, die organische Lösemittel oder andere gefährliche Stoffe enthalten. Ausgehärtete Produktreste: EAK 17 02 03 Kunststoff
    Bitte gültiges EG-Sicherheitsdatenblatt beachten!
    Bei nicht benannten Anwendungen und allen technischen Fragen wenden Sie sich bitte an unseren technischen Beratungsdienst.

GISCODE RE1

LIEFERFORM:

 3 kg Gebinde 06-03-030-TR 85 Gebinde/ Palette
 10 kg Gebinde 06-03-010-TR 70 Gebinde/ Palette